Goldene Momente in Berlin. Nordbadische Ringerinnen mit drei DM-Titeln.

(T.P.) Der weibliche Ringernachwuchs des NBRV reiste mit vorsichtigem Optimismus zu den Deutschen Meisterschaften der A- und B-Jugend nach Berlin.

Ausrichter SV Luftfahrt Berlin konnte 79 Starterinnen in der A-Jugend und 66 in der B-Jugend begrüßen. Das kleine sechsköpfige Team Nordbadens übertraf mit dem Gewinn von drei DM-Titeln, einer Silbermedaille und zwei sechsten Plätzen die vorherigen Erwartungen bei weitem und belohnte sich damit für die harte und konzentrierte Arbeit der letzten Wochen und Monate. Die verantwortlichen Trainer Günter Laier und Jörg Mimietz durften sich in ihrer Arbeit mit der konsequenten Förderung des weiblichen Ringernachwuchses bestätigt sehen und können sich auf eine erfolgreiche Zukunft freuen.

In der B-Jugend bis 47 kg hatte Yana Mimietz (KSV Östringen) ein schweres Los erwischt. Bereits zum Auftakt traf sie auf die spätere Dritte, Zoe Bennoit (Hüttigweiler), der sie auf Schulter unterlag. In Runde 2 kam sie ihrerseits zum Schultersieg gegen Anika Ziller (Berlin), bevor sie der späteren Meisterin Cassidy Richter (Thalheim) beim 4:7 einen großen Kampf lieferte. Im Kampf um Platz 5 musste sie beim Stand von 2:7 gegen Lioba Marte (Hardt) verletzungsbedingt aufgeben. Dennoch ist Platz 6 unter 13 Konkurrentinnen ein schöner Anfangserfolg auf nationaler Ebene.

Mareike Stricker (ASV Bruchsal) hat nach Platz 5 im Vorjahr leistungsmäßig deutlich zugelegt und zählte bis 52 kg zu den Mitfavoriten. Dieser Bürde wurde sie mehr als gerecht, denn sie beherrschte ihren Pool klar mit Siegen über Alina Weber (Kandern) mit 11:0, Ariana Schulin (Hüttigweiler) mit 8:3 und Alina Heisenreder (Haßloch) mit Schultersieg. Im Finale ließ sie der Berlinerin Pauline Hempel keine Chance und schulterte sie bereits nach gut eineinhalb Minuten.

Jessica Schrenk (RKG Reilingen/Hockenheim) marschierte mit unfassbarer Souveränität durch die Klasse bis 58 kg und besiegte nacheinander Valerie Boutov (Karthause), Norah Elisabeth Röttgen (Ückerath), Vanessa Hoth (Demmin), Ashley Bogun (Sachsen-Anhalt) und Joy Chantal Kießler (Artern) alle mit Schultersieg. Mit dem Titelgewinn gleich bei ihrer ersten DM überraschte sie alle.

In der A-Jugend bis 43 kg wurde die Vorjahresdritte Xenia Paul (SRC Viernheim) ihrer Favoritenrolle gerecht und konnte ihre zwei Gegnerinnen Chantal Liedtke (Demmin) und Nevin Sarah Hermann (Hardt) vor Ablauf der Kampfzeit schultern. Mit ihrem ersten nationalen Titel dürfte sie auch die Aufmerksamkeit des Bundestrainers geweckt und sich für internationale Aufgaben empfohlen haben.

Bis 49 kg hatte der NBRV mit Angelina Scholl (KSC Graben-Neudorf) und Annabelle Dorsner (ASV Daxlanden) zwei „Eisen im Feuer“, die sich auch gut behaupteten. Angeline startete mit einem 5:2 gegen Sarah Tronsberg (Kempten), unterlag dann aber Sonja Nguyen (Berlin) mit 2:7 und Rebekka March (Warnemünde) auf Schulter. Auch im Kampf um Platz 5 konnte sie die Schulterniederlage gegen Vanja Garsak Perez (Schifferstadt) nicht verhindern und wurde Sechste.

Annabelle Dorsner, mit Platz 6 bei der B-Jugend 2018 bereits erfolgreich, konnte sich in ihrem Pool bis ins Finale vorkämpfen. Sie siegte gegen Emma Kunkel (Waldaschaff) auf Schulter, Marie Trayer (Appenweier) mit 7:7, Sabrina Schönemann (Frankfurt/O.) auf Schulter und Vanja Gersak Perez (Schifferstadt) mit 7:2. Im Finale war sie dann leider ohne Chance gegen Rebekka March (Warnemünde) und unterlag nach klarem Rückstand auf Schulter. Die Silbermedaille sollte für sie Ansporn sein, weiter hart zu arbeiten, um auch in Zukunft vorne mitzumischen.