Saisonstart bei den nordbadischen Ringern

(T.P.) Am 07.September ist es wieder soweit. Nach intensiven Vorbereitungen in den einzelnen Vereinen startet die Verbandsrunde der Ringer in allen Leistungsklassen – mit Ausnahme der Bundesliga, die aufgrund der, vom 14.-22.September in Nur-Sultan (Kasachstan) stattfindenden Weltmeisterschaften erst am 28.09. an den Start geht.

Die Bundesliga ringt, wie im Vorjahr in drei Gruppen mit anschließenden Play-Offs bis zum Finale im Januar 2020. Acht Teams kämpfen in der sehr stark eingeschätzten Gruppe Südost, darunter die beiden Vorjahresfinalisten SV Wacker Burghausen (Bayern) und Red Devils Heilbronn (Württemberg). Komplettiert wird das Feld durch Aufsteiger ASV Schorndorf aus Württemberg, die drei bayrischen Vertreter AC Lichtenfels, SV Hallbergmoos und SV Johannis Nürnberg, sowie dem RSV Greiz (Thüringen) und FC Erzgebirge Aue aus Sachsen.

Auch der Südwesten ist prominent bestückt: Halbfinalist TuS Adelhausen (Südbaden) und der mehrfache Deutsche Meister KSV Köllerbach aus dem Saarland sind hier favorisiert. Mit dem ASV Urloffen , der RG Hausen-Zell und der RKG Freiburg 2000 ist Südbaden noch durch drei weitere gute Mannschaften vertreten; die Saarlandvereine AC Heusweiler, ASV Hüttigweiler und KV Riegelsberg komplettieren das Feld in dieser Gruppe.

Nach dem vorzeitigen Rückzug des TV Aachen-Walheim startet die Gruppe Nordwest nur mit 7 Teams. Mit den Altmeistern ASV Mainz 88 (Rheinhessen) und KSV Witten (NRW) sind zwei namhafte Mannschaften dabei. Aus Hessen startet der SC Kleinostheim und mit der weitesten Anreise der RV Lübtheen aus Mecklenburg-Vorpommern. Komplettiert wird das Feld durch den SV Alemannia Nackenheim (Rheinhessen), den RC CWS Düren-Merken (NRW) und den nordbadischen Aufsteiger RKG Reilingen/Hockenheim.

Der ehemalige Deutsche Mannschaftsmeister von 1982 hat nach vielen Jahren der Unterklassigkeit und des Neuaufbaus mit der letztjährigen Meisterschaft in der Regionalliga endlich wieder den Sprung ins Oberhaus geschafft. Trainer Wolfgang Laier und die sportliche Leitung um Heiko Schweikert haben eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt, um in der Bundesliga zu bestehen. Neben jungen Talenten aus der Region konnte man auch namhafte ausländische Ringer verpflichten – herausragend hierbei der „Coup“ mit dem türkischen Schwergewichts-Olympiasieger Taha Akgül.

Neue Gesichter auch in der Regionalliga Baden-Württemberg: Hier musste der AB Aichhalden den bitteren Gang in die Oberliga Württemberg antreten; neu sind die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt aus Württemberg, der KSV Rheinfelden aus Südbaden und der nordbadische Oberligameister ASV Ladenburg. Südbaden ist weiter vertreten durch den KSV Hofstetten, den KSV Tennenbronn, die WKG Weitenau-Wieslet und die Reserve des TuS Adelhausen. Der SRC Viernheim und der KSV Schriesheim komplettieren das nordbadische Trio. Der AV Germania Sulgen stellt das zweite Team aus Württemberg.

Alle drei NBRV-Vertreter haben sich das Ziel gesetzt „vorne mitzuringen“, allgemein wird der gut verstärkte Vorjahresfünfte SRC Viernheim als Favorit gehandelt.

In der Oberliga Nordbaden ist diese Frage eher schwierig zu beantworten. Im Gegensatz zu den Vorjahren fehlt hier diesmal die eindeutig beherrschende Mannschaft, zudem stellt sich einmal mehr die Frage, wer letztlich auch aufsteigen und das „Abenteuer Regionalliga“ wagen will. Vorjahres-Vize Eiche Sandhofen hat trotz einiger Neuzugänge keine Ambitionen, die KG Laudenbach/Sulzbach und der KSV Ispringen haben wichtige Leistungsträger verloren und die, in den letzten Jahren stark aufgetretene SVG Nieder-Liebersbach befindet sich in einem Verjüngungsprozess. Gespannt sein darf man auf das Auftreten der beiden Aufsteiger SVG 04 Weingarten und KSC Graben-Neudorf. Während die Walzbachtaler auf einen sehr breiten und jungen Kader zurückgreifen können, hat sich Graben-Neudorf punktuell gut verstärkt und ist sicher für manche Überraschung gut. Komplettiert wird das 10er-Feld durch den AC Ziegelhausen, den KSV Ketsch, den KSV Malsch und das junge Team des KSV Hemsbach.

Die Verbandsliga ist in diesem Jahr wieder komplett mit zehn Mannschaften besetzt. Es gab keinen Absteiger, aber mit dem Oberligaabsteiger KSV Kirrlach und den beiden Aufsteigern aus der Landesliga, ASV Daxlanden und RKG Reilingen/Hockenheim 2 kamen drei Teams neu hinzu. Hier ist der Kreis eventueller Titelanwärter recht groß und reicht vom KSV Berghausen über KSV Östringen und den ASV Bruchsal bis hin zum gut verstärkten Aufsteiger Reilingen/Hockenheim. Der KSV Kirrlach  wird den Abstieg zur Neuorientierung nutzen. Komplettiert wird die Liga durch den ASV Eppelheim, den SV 98 Brötzingen und die beiden Reservestaffeln der SVG Nieder-Liebersbach und des SRC Viernheim.

Leider schrumpfte das Feld der Landesligisten nach 2018 erneut weiter, so dass es in diesem Jahr seit langem wieder nur eine Gruppe gibt. Folgende neun Mannschaften haben gemeldet: KSC Graben-Neudorf 2, KG Malsch/Östringen 2, KG Laudenbach/Sulzbach 2, ASV Ladenburg 2, KSV Ketsch 2, KSV Ispringen 2, KSV Hemsbach 2, KSV Kirrlach 2 und SVG Weingarten 2.

In der Schülerliga Nord ringen KG Ladenburg/Rohrbach, RSC Eiche Sandhofen, Bergsträßer Ringerkids, KSV Hemsbach, SVG Nieder-Liebersbach und SRC Viernheim.

Die Gruppe Mitte wurde aufgrund des Verzichts der beiden pfälzischen Gastvereine VfK Schifferstadt und AV 03 Speyer umstrukturiert und besteht nun aus der KG Malsch/Östringen, KSC Graben-Neudorf, KSV Ispringen, SVG Weingarten und AC Ziegelhausen.

In der Gruppe Süd kämpfen KSV Berghausen, KSV Kirrlach, ASV Bruchsal, ASV Daxlanden und RKG Reilingen/Hockenheim.