Ende der Verbandsrunde 2019 – Große Freude über erzielte Erfolge, aber auch noch viele offene Fragen.

(T.P.) Die Verbandsrunde in den nordbadischen Ringerligen wurde am Wochenende auf den jeweiligen Matten sportlich beendet, endgültig abgeschlossen ist sie damit jedoch noch nicht. Aufgrund der Punktabzüge und entsprechenden Widersprüche der betroffenen Vereine im Zusammenhang mit Starts in der nicht genehmigten Deutschen Ringer Liga (DRL) kommt es erst im Januar zu einer gerichtlichen Klärung. Auch bleibt noch abzuwarten, inwieweit baden-württembergische Bundesligisten von ihrem zugesicherten Abstiegsrecht Gebrauch machen wollen. Daher ist die nachfolgende Saisonabschlussbetrachtung unter Vorbehalt zu sehen.

Die RKG Reilingen/Hockenheim war in ihrem letzten Saisonkampf in der Bundesliga Nordwest nicht in der Lage, an ihre zuletzt starken Leistungen gegen Merken und Mainz anzuknüpfen. Allerdings verzichtete man im Auswärtskampf beim SC Kleinostheim bis auf Igor Chichioi auch auf sämtliche ausländische Top-Ringer und unterlag somit chancenlos mit 0:32. Eine nachvollziehbare Entscheidung, in diesem bedeutungslos gewordenen Duell auf die Eigengewächse zu setzen und unnötige Kosten einzusparen. Die RKG belegt am Ende ihrer Premierensaison mit zwei Siegen aus zwölf Kämpfen Platz sechs.

ASV Mainz 88 - RC CWS Düren-Merken  20 - 14
RV Lübtheen - KSV Witten  11 - 17
SC Kleinostheim - RKG Reilingen-Hockenheim  32 - 0


Für die Viertelfinals um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft wurden folgende Paarungen ausgelost:

KSV Witten                        -              KSV Köllerbach

RKG Freiburg 2000           -              SV Alemannia Nackenheim

Red Devils Heilbronn        -              ASV Mainz 88

TuS Adelhausen                -              SV Wacker Burghausen 

Die Vorkämpfe finden am 28.12. statt, die Rückkämpfe am 04.01.

 

Der SRC Viernheim hat mit einer einzigen Niederlage und acht Punkten Vorsprung eine souveräne Vorstellung in der Regionalliga Baden-Württemberg abgeliefert und steht nun im kommenden Jahr vor seiner bisher größten Herausforderung mit dem Start in der Bundesliga. Im letzten Heimkampf konnte man die WKG Weitenau-Wieslet klar mit 24:6 bezwingen. Der ASV Ladenburg kam gegen den TuS Adelhausen II ebenfalls zum erwartet klaren 30:6-Erfolg und konnte damit letzte theoretische Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Mit Platz sechs wurde im Aufstiegsjahr am Ende ein respektables Ergebnis erzielt. Der KSV Schriesheim geriet sportlich zuletzt etwas ins Schlingern und wird in Zukunft auch neues Führungspersonal benötigen, da mehrere Verantwortungsträger nicht mehr zur Verfügung stehen. Im letzten Kampf gab es beim Vizemeister KG Baienfurt/Ravensburg/Vogt mit 10:26 die erwartete Niederlage, womit die Bergsträßer am Ende noch hinter Ladenburg auf Platz sieben zurückgefallen sind.

AV Germ. Sulgen - KSV Rheinfelden  10 - 19
KG Baienfurt-Ravensburg- Vogt - KSV Schriesheim  26 - 10
KSV Hofstetten - KSV Tennenbronn  21 - 12
ASV Ladenburg - TuS Adelhausen II  30 - 6
SRC Viernheim - WKG Weitenau - Wieslet  24 - 6

 

 

Ungeschlagen und mit neun Punkten Vorsprung vor dem KSV Ketsch wurde die SVG Nieder-Liebersbach Meister der Oberliga und steigt erstmals in die Regionalliga auf. Auch gegen Absteiger KSV Hemsbach ließ das Team von Sven Lay nichts mehr anbrennen und siegte mit 22:13. Vizemeister wurde der KSV Ketsch, der in einem mitreißenden Kampf den starken Aufsteiger KSC Graben-Neudorf mit 16:15 bezwingen konnte und zum Ende der Saison endlich wieder zu gewohnter Stärke zurückfand. Dritter wurde Germania Weingarten, das gegen eine stark dezimierte KG Laudenbach/Sulzbach keinerlei Probleme beim 24:10 hatte. Eiche Sandhofen konnte gegen den KSV Ispringen vor heimischer Kulisse leider nicht punkten und unterlag dem Vorletzten mit 12:18, womit man – als Vizemeister des Vorjahres - aber zumindest auf Platz sechs abschloss. Der AC Ziegelhausen beendete seine Saison mit einem klaren 24:9 gegen Tabellennachbar Malsch und landete damit auf Platz sieben der Tabelle.

KSV Hemsbach - SVG Nieder-Liebersbach  13 - 22
AC Ziegelhausen - KSV Malsch  24 - 9
SVG 04 Weingarten - KG Laudenbach/Sulzbach  24 - 10
RSC Eiche Sandhofen - KSV Ispringen  12 - 18
KSV Ketsch - KSC Olympia Graben-Neudorf  16 - 15

 

 

In der Verbandsliga war der KSV Östringen das Maß aller Dinge. Mit nur einer Niederlage in Berghausen, aber imposanten 10 Punkten Vorsprung dominierte man die Klasse und ließ sich auch am letzten Kampftag vom Überraschungszweiten SVG Nieder-Liebersbach II nicht ins Wanken bringen. Man siegte mit 22:12 deutlich gegen den eventuellen Mitaufsteiger. Platz drei ging an den ASV Bruchsal, der mit etwas mehr Konstanz eine bessere Platzierung hätte erreichen können. Gegen den KSV Berghausen zeigte man sich aber von seiner besten Seite und siegte mit 24:14 klar. Der KSV Kirrlach zeigte sich der Reserve der RKG Reilingen/Hockenheim deutlich überlegen und revanchierte sich mit 23:10 für die erlittene Vorrundenniederlage. Der SRC Viernheim II rettete sich in letzter Sekunde vor dem drohenden Abstieg durch ein 36:0 gegen nicht vollständig angetretene Eppelheimer. Da nutzte dem SV 98 Brötzingen auch der Punktgewinn beim 17:17 gegen den ASV Daxlanden nichts mehr. Der Traditionsclub wird wohl aller Wahrscheinlichkeit nach den Gang in die Landesliga antreten müssen.

KSV Kirrlach - RKG Reilingen-Hockenheim ll  23 - 10
KSV Östringen - SVG Nieder-Liebersbach II  22 - 12
SV 98 Brötzingen - ASV Daxlanden  17 - 17
ASV Bruchsal - KSV Berghausen  24 - 14
SRC Viernheim II - ASV Eppelheim  36 - 0


In der Landesliga stand die Reserve des ASV Ladenburg schon vorzeitig als Meister fest. Gegen den KSV Ispringen II gab es zum Abschluss noch ein 28:28, womit die Gäste auf Platz zwei vor Graben-Neudorf II gelangten. Dieser punktete klar mit 30:12 gegen den KSV Ketsch II. Der KSV Kirrlach II und die KG Malsch/Östringen II trennten sich 0:0 und SV Germania Weingarten II bezwang die KG Laudenbach/Sulzbach II mit 32:24.

KSV Kirrlach II - KG Malsch - Östringen II  0 - 0
SVG 04 Weingarten II - KG Laudenbach/Sulzbach II  32 - 24
ASV Ladenburg II - KSV Ispringen II  28 - 28
KSV Ketsch II - KSC Olympia Graben Neudorf II  12 - 30