Keine reguläre Verbandsrunde bei den nordbadischen Ringern in dieser Saison.

Verbandstag beschließt zudem neue Satzung und wählt Jaqueline Schellin zur neuen Jugend- und Frauenreferentin

(T.P.) Der ursprünglich für Mai geplante 73.Ordentliche Verbandstag des NBRV fand coronabedingt erst jetzt und unter den vorgeschriebenen Bedingungen bezüglich Mindestabstand und Hygienekonzept statt. Die SV Germania Weingarten hatte in ihrer Wettkampfstätte hervorragende Bedingungen hierfür geschaffen, so dass sowohl das Präsidium, wie auch anschließend die Vereinsvertreter gut arbeiten konnten.

Präsident Ralph Schmidt konnte auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2019 mit vielen Erfolgen auf nationaler und internationaler Ebene zurückblicken. Auch konnte nun auch offiziell zu Beginn dieses Jahres der Olympiastützpunkt in Heidelberg für die Ringer in Betrieb genommen werden, was den Kaderathleten des NBRV viele neue Möglichkeiten eröffnet. Mittelfristig soll der OSP zum Leistungszentrum des NBRV ausgebaut und der Betrieb in den bisherigen dezentralen Stützpunkten eingestellt werden. Ein negativer Aspekt in der abgelaufenen Saison war die Auseinandersetzung und der Rechtsstreit mit der vom DRB abgespaltenen Profiliga DRL. Dennoch war es eine erfolgreiche Saison mit dem Klassenerhalt der RKG Reilingen/Hockenheim in der Bundesliga Nordwest, der Meisterschaft des SRC Viernheim in der Regionalliga mit Aufstieg in die Bundesliga, dem überraschenden Titelgewinn der SVG Nieder-Liebersbach in der Oberliga, sowie den Meisterschaften des KSV Östringen (Verbandsliga) und ASV Ladenburg II (Landesliga). Sportreferent Hardy Stüber überreichte hierfür den Vereinsvertretern die entsprechenden Ehrenpreise.   

Nach der Absage der Saison in der Regionalliga Baden-Württemberg in der vergangenen Woche nach knappem Abstimmungsergebnis der Vereine von 6:4, war man gespannt, wie die Vereine für den Ligabetrieb in Nordbaden votieren würden. Eine erste Umfrage im Mai zeigte jedoch auch hier schon eine klare Tendenz zur Ablehnung einer regulären Saison. Am Ende stand dann auch ein klares Votum von 20:2 Stimmen dagegen. Die unklare rechtliche Lage bezüglich der Corona-Pandemie, wirtschaftliche Gründe aufgrund erheblicher Einnahmeausfälle und die Sorge um die Gesundheit ihrer Sportler, Helfer und Zuschauer waren hier die Hauptargumente der Vereinsvertreter. Niemand könne die Situation zum geplanten Saisonbeginn Anfang September bereits heute verlässlich bewerten. Man stellte den Vereinen seitens des NBRV jedoch frei, sich bis 31. August für alternative Wettkampfformen (zeitlich verkürzte Rundenkämpfe, Turnierform, Freundschaftsbegegnungen…..) zu entscheiden und diese dann durchzuführen. Ziel sei es, Ringen als Sportart im Bewusstsein der Menschen zu halten und auch mediale Präsenz zu zeigen.

Ein zweites, wichtiges Thema war die Änderung / Aktualisierung der Verbandssatzung, Geschäfts- und Finanzordnung. Nach kurzer Diskussion wurde die neue Satzung mit sehr großer Mehrheit beschlossen. Neu geregelt wurde in diesem Zusammenhang auch der Stimmenschlüssel für die Vereine die nun pro Stimme nur noch 30 statt 50 gemeldete Mitglieder nachweisen müssen.

Einstimmig zur neuen Jugend- und Frauenreferentin wurde Jaqueline Schellin gewählt. Die Wunschkandidatin des Präsidiums bringt als ehemalige Spitzensportlerin mit nationalen und internationalen Erfolgen viel ringerischen Sachverstand und neue Ideen in das anspruchsvolle Amt mit. Ihre Vorgängerinnen Andrea Ewald und Marina Müller werden zukünftig die Bereiche Wettkampfbüro und Mediale Präsenz im Verband betreuen.