© Marion Stein

Steffen Bartsch

(43 Jahre / RKG Reilingen/Hockenheim)

 

 Wann hast Du mit dem Ringen angefangen?

  • Tatsächlich im zarten Alter von vier Jahren. Damals beim AV 1889 Reilingen bereits zweimal pro Woche und mit fünfeinhalb dann zweimal zusätzlich im Stützpunkttraining bei Günter Hartlieb in Östringen.

 Wie bist Du zum Ringen gekommen und was ist der Grund, warum Du beim Ringen geblieben bist?

  • Ich wurde nun einmal in eine Ringerfamilie hineingeboren. Wenn der Uropa einen Ringerverein gründet ist das eben eine moralische Verpflichtung ;) Ringen war von Anfang an ein fester und vor allem lehrreicher Bestandteil in meinem Leben. Die Kameradschaft, die wir Ringer pflegen ist eine einzigartige Sache – zusätzlich ist der Ringsport anstrengend und faszinierend zugleich. Insbesondere im Jugendbereich feiert man für seinen Trainingsfleiß auch seine ganz persönlichen Erfolge auf der Matte.

 Seit wann bist du Kampfrichter?

  • Kampfrichter bin ich seit Beendigung meiner aktiven Laufbahn im Jahre 2014.

 Was hat dich dazu bewogen Kampfrichter zu werden?

  • In erster Linie der Kampfrichtermangel bei meinem Heimatverein. Die Tätigkeit als Kampfrichter ist eine besondere Herausforderung im Ringen…. größtenteils als One-Man-Show.

 Wie lief die Ausbildung zum Kampfrichter?

  • Aufgrund meiner langjährigen Praxis auf der Matte ist die Qualifizierung wohl etwas kürzer ausgefallen als notwendig. Dankenswerterweise wurde mir recht schnell von den verantwortlichen Kollegen Wolfgang Spänle und Hardy Stüber viel Vertrauen entgegengebracht, sodass ich zeitnah die Bundeslizenz beim DRB erreichen konnte. Das war dann gut zwei Jahre später.

 Welche „Erfolge“ hast du als Kampfrichter bisher erreicht?

  • Als Erfolge kann ich sicherlich das Bestehen der Bundeslizenzprüfung 2016 nennen. Seitdem darf ich eigenständig Bundesligakämpfe mit internationalen Spitzenringern leiten. Dies motiviert mich dann besonders, eine gute Leistung auf der Matte abzuliefern.

 Was war bisher dein schönster Kampf, oder dein schönstes Erlebnis als Kampfrichter?

  • Unvergessen bleibt der Abschlusskampf in der Ringer-Regionalliga zwischen dem KSV Taisersdorf und dem ASV Nendingen II im Jahre 2016. Sowohl der Kampfabend als auch das After-Work war ziemlich schweißtreibend und ging bis früh in die Morgenstunden ;)

 Was gefällt dir am Kampfrichterwesen außerhalb der Matte?

  • Wie Eingangs erwähnt zeichnet die Ringer eine einmalige Kameradschaft aus. Dies kann exakt auf die Kampfrichter übertragen werden. Jung und Alt lernen miteinander, unterstützen sich gegenseitig und wachsen als Gemeinschaft zusammen. Wie kann man seine Freizeit besser verbringen?