Esmatullah  Panahzadeh

(37 Jahre / ASV Daxlanden)

 

Wann hast du mit dem Ringen angefangen?

  • Als ich 1999 nach Deutschland gekommen bin, ermunterte mich mein Bruder in Karlsruhe, im Ringerverein ASV Daxlanden aktiv zu werden. Bis heute bin ich dem Verein treu geblieben.

Wie bist du zum Ringen gekommen und was ist der Grund, warum du beim Ringen geblieben bist?

  • Ringen ist in Afghanistan Volkssport. Ich wurde in eine Ringerfamilie hineingeboren und so war es für mich selbstverständlich, schon als Kind diesen Sport auszuüben. Mein Vater und meine beiden älteren Brüder waren in der afghanischen Nationalmannschaft und für mich ein großes Vorbild. Das hat mich immer motiviert.

Seit wann bist du Kampfrichter?

  • Kampfrichter bin ich seit Frühjahr 2018 und habe ergänzend auch noch meinen Trainerschein gemacht.

Was hat dich dazu bewogen Kampfrichter zu werden?

  • Da ich für diesen Sport brenne, wollte ich mich für den Verein und für meine eigene Zukunftsperspektive nach meiner aktiven Zeit der Herausforderung des Kampfrichters stellen.  Auch in Zukunft möchte ich immer in Kontakt mit diesem Sport bleiben.

Wie lief die Ausbildung zum Kampfrichter?

  • Die lange Erfahrung auf der Matte hat mir sehr geholfen, die Ausbildung in einer anderen Sprache mit Erfolg zu meistern. Es begeistert mich, das sportliche Können der Kollegen im Wettkampf fair beurteilen zu dürfen. Die beiden Ausbilder Wolfgang Spänle und Hardy Stüber habe ich als sehr wertschätzende und vorbildhafte Sportlerkollegen  kennengelernt, die mir jederzeit ihr Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten gezeigt haben.

Welche Erfolge hast du als Kampfrichter bisher erreicht?

  • Es hat mich sehr gefreut, dass ich gleich nach meiner Ausbildung als Kampfrichter eingesetzt wurde und in etlichen Turnieren und Mannschaftskämpfen als Kampfrichter Erfahrungen sammeln konnte. Zu meinem Bedauern kam die Corona-Pandemie dazwischen. Ich freue mich, dass das Kampfgeschehen sich in diesem Jahr wieder normalisieren kann.

Was war bisher dein schönster Kampf, oder dein schönstes Erlebnis als Kampfrichter?

  • Mein eindrucksvollstes Erlebnis war ein Endkampf zwischen 2 fast gleichstarken Kämpfern, die bis zum Schluss hart miteinander gerungen haben und nur mit einem knappen Ergebnis auseinandergingen. Dieser Kampf war sehr spannend und es war mir sehr wichtig, den Kampf gerecht zu entscheiden. In solchen Situationen fühle ich mich am richtigen Platz und die sportliche Leistung der Kämpfenden berührt mich sehr.

Was gefällt dir am Kampfrichterwesen außerhalb der Matte?

  • Der Teamgeist und die Kameradschaft unter den Kampfrichterkollegen motiviert mich immer wieder aufs Neue. Den fachlichen Austausch mag ich sehr und schätze es, von den Erfahrungen der Kampfrichterkollegen lernen zu können.