Erfolgreichste Weltmeisterschaften für den DRB seit vielen Jahren
 
Einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze: Die DRB-Athleten Frank Stäbler, Aline Focken, Denis Kudla und Pascal Eisele machten die Weltmeisterschaften von Paris zum erfolgreichsten Wettkampf auf der Weltbühne seit vielen Jahren.
„Natürlich freuen wir uns über die vier Plätze auf dem Podium“, sagte ein überglücklicher DRB-Präsident Manfred Werner dem Sport-Informations-Dienst. „Aber wir müssen aufpassen und trotz des großartigen Erfolges schön auf dem Teppich bleiben. Olympia ist erst in drei Jahren. Wir dürfen die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, denn so ein Erfolg ist nur schwer zu wiederholen.“ Er denkt dabei auch an die DRB-Athleten, die in Paris „ganz nah dran“ waren und beispielsweise durch schwere Gruppenauslosungen letztlich nicht in die Endkämpfe kamen.
 
Neben und mit den Medaillen sieht der DRB zwei Dinge besonders positiv. Die Weltmeisterschaften mit den DRB-Aushängeschildern waren ein echter Renner: Auf Facebook und Instagram haben über 300.000 Fans die Meisterschaften verfolgt, und die DRB-Internet-Seite wurde in der Wettkampfwoche über 85.000 mal aufgerufen, um das Neueste aus Paris zu erfahren. Hinzu kommt ein besonderer Ritterschlag der DRB-Strategie von berufener Seite. Nenad Lalovic, der Präsident des Weltverbandes UWW, eröffnete seine Pressekonferenz in Paris mit einem dicken Lob an Frank Stäbler, den er eigens dazu eingeladen hatte: „Ich gratuliere Frank zu seiner Goldmedaille, besonders aber zur Art und Weise, wie er sie gewann.“ Sein technisch versierter und athletischer Stil ist genau das, was Griechisch-Römisch ausmachen sollte, so der Präsident.
 
Das freute natürlich besonders Sportdirektor Jannis Zamanduridis und Greco-Coach Michael Carl. Jannis fasst die Tage von Paris zusammen: „Eine wahnsinnig starke Konkurrenz. Wir sind im Greco-Bereich bei der Nationenwertung auf Platz fünf, im Medaillenspiegel sogar auf Platz drei! Unsere Erwartungen sind durch die Welt-Klasse-Leistungen deutlich übertroffen worden.“ Und Carl bekräftigte vor den Athleten, dass „unser angriffsorientierter Kampfstil und die perfekte Technikstruktur“ die Erfolgsgaranten gewesen seien. Auch der Bundestrainer Frauen Freistil Patrick Loës zog eine überaus positive Bilanz: „Aline hat sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurückgemeldet, und auch Luisa Niemesch hat eine überragende Weltmeisterschaft gerungen. Am Ende blieb ihr zwar nur ein unglücklicher 5. Platz. Es darf aber nicht vergessen werden, dass sie die jüngste im Team war.“ Die Freistil-Ringer gingen bei dieser WM leider leer aus. Hier besteht noch ein deutlicher Nachholbedarf. Die DRB-Verantwortlichen sind sich indessen einig, dass den Athleten und dem Trainerteam einfach die Zeit gegeben werden muss, um wieder an die Weltspitze aufzuschließen.

„Dennoch haben sich alle Mühen der vergangenen Monate und Jahre gelohnt“, so Günter Maienschein, Vize-Präsident Sport, „darauf können wir weiter aufbauen.“ Präsident Manfred Werner weist auf das außerordentliche Zusammenspiel der vielen Faktoren hin, die so einen grandiosen Erfolg ermöglichen: „Da ist natürlich zuallererst die individuelle Klasse der Athleten. Unsere Spitzenringer haben diese Klasse bewiesen; und darüber hinaus sind sie alle auch echte Charaktere.“ Auf dem Weg dahin, so Werner, sei aber die sportliche Führung und Entwicklung der Athletinnen und Athleten entscheidend. „Mit unserem Trainerteam haben wir inzwischen wohl ein internationales Spitzenniveau erreicht. Und es steckt eine enorme Menge an Detailarbeit dahinter, wenn ich nur an die vielen harten Lehrgangsmaßnahmen oder an zahlreiche stark besetzte Internationale Turniere denke, zu denen wir mit unseren Athletinnen und Athleten fahren. Hinzu kommen die vielen professionellen und unerlässlichen Dienste im Hintergrund wie unsere medizinische Abteilung oder auch die Arbeit der Stützpunkt- und Heimtrainer. Weltklasse kommt nicht von einem Kampf am Wochenende in der Bundesliga – auch wenn die Grundlagen für unseren Sport in den Vereinen gelegt werden.“ Werner dankt auch ausdrücklich der Förderung durch zahlreiche Institutionen wie dem BMI, der Deutschen Sporthilfe, der Polizei, dem Zoll und der Bundeswehr: „Ohne die geht es nicht!“

Was am Ende so selbstverständlich wirkt, ist es nach Meinung der DRB-Verantwortlichen keineswegs. „Der DRB tut alles, diese ganzen Faktoren mit sehr viel Herzblut zusammenzubringen. Erst das macht dann Sieger.“
 
Jörg Richter
   

Aktualisierungen  

   
© Nordbadischer Ringerverband e.V.