Die Mühe hat sich gelohnt. Luisa Niemesch hat beim Qualiturnier in der Mongolei das Olympiaticket in der Klasse bis 58 kg geholt!

Sie hat einen tollen Kampf im Halbfinale gegen die russische Ringerin Natalie Golts gemacht. Nach einem anfänglichen 0:4 Rückstand kam sie immer mehr in den Kampf und konnte das Halbfinale mit 5:4 gewinnen.

Niemesch HF

 

Im Achtelfinale bezwang sie A. Kassymova (KAZ), danach ließ sie im Viertelfinale der Venezuelischen Ringerin V. Jiménez Fernandez keine Chance und besiegte diese mit 11:0 technisch überhöht.

Luisa komimt später noch im Finale gegen L. Antes Castillo. Auch bei einer Niederlage kann ihr das Ticket keiner mehr nehmen.

Wir sind so stolz auf Luisa und wünschen ihr alles Gute auf ihrem Weg nach Rio.

 

Bericht von Peter Weber:

Niemesch wurde bei der „Quali“ in der Mongolei 2. Platzierte  / Jaqueline Schellin erzielte den 5. Platz


Ihren lang gehegten Traum, dem Start bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro hat sich für Luisa Niemesch vom SV Germania Weingarten in Ulaanbaatar (Mongolei) am Samstag erfüllt. Beim „1. Internationalen Qualifikationsturnier“ steht die Ringerin aus Weingarten im Finale und hat damit als zumindest Zweitplatzierte das Ticket für die Spiele in Brasilien gelöst. Der Nordbadische Ringer-Verband und alle Ringerfreunde in Nordbaden und Deutschland freuen sich mit ihr und gratulieren ganz herzlich. Luisa Niemesch holte damit für den Deutschen Ringer-Bund das 5. Ticket für die Spiele in Rio de Janeiro. Sie startete in der Klasse bis 58 kg unter 22 Konkurretninnen mit einem 8:1 Erfolg über Ayanlym Kassymova (Kasachstan). Im Viertelfinale schlug sie Virginia-Jackelin Jiminez-Fernandez (Venezuela) mit 11:0 und stand damit im Halbfinale.

Da war allerdings Natalya Golts aus Russland ihre Gegnerin, die in ihrer Laufbahn schon fünfmal den EM-Titel sowie sechs Medaillen bei Weltmeisterschaften erkämpft hatte. Doch Niemesch schaffte die Sensation und schlug die Russin mit 5:4, womit das Finale erreicht war. Gegenüber den Männern, wo die ersten Drei die Qualifikation schaffen, gibt es in der Mongolei nur zwei Olympiaplätze bei den Frauen und dies hatte Niemesch erreicht. Niemesch hat den Endkampf mit 1:4 gegen Lisette-Alexandra Antes-Castillo (Ecuador) verlore, wobei dies nicht mehr ausschlaggebend für die Qualifikation war.


Weiter um einen Startplatz bei Olympia muss Jaqueline Schellin vom TV Mühlacker kämpfen: Sie verlor ihren Auftaktkampf gegen die WM-Dritte von 2014 Hyon-Gyong Kim aus Korea mit 0:10, kam dann aber in der „Hoffnungsrunde“ zu einem 3:1 über die Mongolin Namuuntsetget Tsogt-Ochi. Den Kampf um Platz Drei verlor sie knapp mit 1:3 gegen Anna Lukasiak aus Polen. Schellin hat nun noch die Chance beim letzten Quali-Turnier vom 6.-8. Mai in Istanbul das Olympiaticket zu lösen. ​PW

   
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