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Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport

Warum ist ein Schutzkonzept wichtig?

Für uns als Verband ist es wichtig, hier ganz klar eine nach außen deutliche sichtbare Haltung gegen sexualisierte Gewalt im Sport zu zeigen. Wir wollen Kinder schützen und potentielle Täter abschrecken. Jeder Täter muss wissen, dass bei uns im Verband jegliche Art von sexualisierter Gewalt nicht geduldet wird.

Unser Ziel ist es, ein achtsames und respektvolles Miteinander bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in unserem Verband zu fördern.

Wir brauchen kein generelles und hysterisches Misstrauen untereinander, sondern ein System der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, um unsere Kinder und auch unsere Trainer und Betreuer zu schützen.

Was bedeutet „sexualisierte Gewalt“

Was wir tun

Wer sind die Täter

Was Sie tun können

Traurige Zahlen und Fakten

Weiterführende Links & Dokumente

 

Was bedeutet „sexualisierte Gewalt“

Der Begriff „sexualisierte Gewalt“ wurde als Überbegriff für alle sexuellen Übergriffe gewählt. Jegliche Art von Grenzverletzungen (mit und ohne körperlichen Kontakt), sexuellen Übergriffe und sexueller Missbrauch schließt dieser Begriff ein.

Auch sexualisierte Übergriffe durch Worte, Bilder, Gesten oder sonstige Handlungen mit und ohne direkten körperlichen Kontakt, sexistische Witze, anzügliche Bemerkungen, zeigen pornographischer Filme oder Bilder sind damit gemeint.

Bemerkungen wie z.B. „in der Hose hast du aber einen knackigen Hintern“ oder unter der Dusche zu bemerken „dass er jetzt endlich auch ein paar Haare am Sack hat“ sind nicht harmlos oder lustig, sondern ganz klare sexualisierte Grenzverletzungen. Dies wird nicht geduldet oder toleriert.

Sexualisierte Gewalt geht häufig auch von minderjährigen Tätern aus. Jugendliche zeigen untereinander oder jüngeren Sportlern  pornographische Filme oder Bilder, bedrängen sie in der Dusche, zwingen sie zu Handlungen die sie nicht möchten.

Hier muss sofort eingeschritten werden und auch dies wird nicht geduldet und es herrscht in unserem Verband eine Null-Toleranz-Grenze. 

 

Was wir tun

Ehrenkodex

Unser gesamter Verband – dies beinhaltet alle Präsidiumsmitglieder, Vorstand, Trainer und Betreuer, alle ehrenamtlichen Helfer – hat sich einem Ehrenkodex unterworfen. Dieser Ehrenkodex beinhaltet einen respektvollen und achtsamen Umgang miteinander und garantiert jedem Kind, Jugendlichen und Erwachsenen das Recht auf sexuelle Unversehrtheit während der Maßnahmen des Nordbadischen Ringerverbandes.

Den genauen Wortlaut unseres Ehrenkodex finden sie hier und unter Downloads/Downloads_Formulare.

 

Benennung geschulter Schutzbeauftragten

Wir haben Frau Tanja Schmidt zur Schutzbeauftragten und zur Prävention sexualisierter Gewalt benannt. Sie wurde in Stuttgart beim WSJ zur Schutzbeauftragten ausgebildet und ist Ansprechpartnerin für alle Fragen, bei Verdacht auf Grenzverletzungen oder sexualisierte Gewalt und sonstigen Anliegen im Bereich Schutz und Prävention im Nordbadischen Ringerverband. Egal ob Kinder, Jugendliche, Eltern, Trainer, Betreuer oder ehrenamtliche – jeder kann sich vertrauensvoll an unsere Ansprechpartnerin wenden. Sie ist unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen. Jedes Gespräch, Anfrage oder Beschwerde geht nur auf Wunsch des Betroffenen an die Öffentlichkeit, niemand muss befürchten zu „petzen“ oder „öffentlich angeprangert“ zu werden und alles wird vertraulich behandelt.

Auch unseren Vereinen steht unsere Schutzbeauftragte mit Rat und Tat zur Seite.

 

Trainer

Alle Trainer, die für den Nordbadischen Ringerverband arbeiten, sind verpflichtet ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen. Hierin darf kein Eintrag bezüglich sexuellen Missbrauch oder andere Straftaten bezüglich Kindeswohlgefährdung vorhanden sein.

Ohne ein einwandfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis kann kein Trainer im Nordbadischen Ringerverband tätig sein.

Alle im Verband tätigen Trainer werden geschult und aufgeklärt im Bereich Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt:

 

Aufklärungsarbeit Kinder und Jugendliche /Botschaften für Sportlerinnen und Sportler / bei Lehrgängen oder sonstigen Maßnahmen

 

Unser Konzept:

 

Wer sind die Täter

Oft geht es den Tätern nicht um sexuelle Befriedigung ihrer Bedürfnisse, sondern um Machtausübung und Machtmissbrauch. Es sind sogar nicht einmal alle Täter pädophil veranlagt, jedoch finden sie in Kindern die leicht zu manipulieren und zu beherrschen sind leichte Opfer für ihre kranken Phantasien. Mit Erwachsenen wäre dies nicht so leicht zu bewerkstelligen.

Meist planen die Täter ihr Vorgehen von langer Hand, erschleichen sich das Vertrauen in den Verbänden und Vereinen, machen sich überall beliebt, übernehmen Aufgaben, die sonst keiner gerne tut, bis sie in sämtlichen Bereichen unersetzlich sind und ihnen grenzenloses Vertrauen entgegengebracht wird. Dann schlagen sie langsam und erbarmungslos zu: Vorsichtig wird bei potentiellen Opferkindern einmal abgeklopft, wer scheinbar das leichteste Opfer sein könnte. Wer sich schon bei einer kleinen Grenzüberschreitung wehrt fällt aus seinem Raster. So tastet er sich Schritt für Schritt vor, bis er das Kind/die Kinder gefunden hat, die sich leicht einschüchtern und bedrohen lassen und er sich sicher ist, dass sie den Mund halten werden. Durch die große, fein säuberlich aufgebaute Beliebtheit hat der Täter freie Bahn. Selbst bei Auffälligkeiten und verdächtigen Handlungen, wird sich kaum einer getrauen, diese zu äußern.

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass Frauen ebenfalls Täterinnen sein können.

 

Was Sie tun können

 

Traurige Zahlen und Fakten

 

Weiterführende Links & Dokumente:

 

Termin für nächsten Kurs über "Prävention sexualisierter Gewalt im Sport" findet ihr bei der Badischen Sportjugend oder bei der Fachstelle "Kein Missbrauch" des Sportkreis Karlsruhe (link).

Mehr auf der HP der Badischen Sportjugend findet ihr hier